Lernen mit SpielrauM

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Bauzeit03/24 bis 12/25

LocationSt. Ingbert

AuftraggeberÖffentlich

TagsBildung
Schule
Ganztagsbetreuung
Holz-Hybrid-Bau
Clusterkonzept
Barrierefreiheit

FotosMark Wernet

KategorieBildung
Bildung

„Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der gemeinsames Lernen, individuelle Förderung und flexible Nutzungsmöglichkeiten unter einem Dach vereint.“

Simon Kosiol & Ralf Heinrich

Mit dem Neubau der Freiwilligen Ganztagsschule (FGTS) an der Südschule St. Ingbert entstand ein zeitgemäßer Lern- und Betreuungsort für rund 280 Kinder. Der zweigeschossige Holz-Hybrid-Bau ergänzt den bestehenden Schulstandort und schafft die räumlichen Voraussetzungen für eine moderne Ganztagsbetreuung.

Seit dem 05.12.2025 wird der Neubau mit Leben gefüllt: als heller, flexibler Ort für Betreuung, Gemeinschaft und Bewegung. Grundlage des Entwurfs war ein gemeinsam mit Bauherrschaft und Nutzenden entwickeltes Raumprogramm. Die rund 1.130 Quadratmeter Nutzfläche sind als Cluster organisiert.

Was heißt das konkret? Unterschiedlich große, teilweise flexibel teilbare Räume ermöglichen vielfältige Nutzungen und lassen sich an wechselnde Anforderungen im Schulalltag anpassen. So entsteht ein offenes Raumkonzept, das sowohl gemeinsames Lernen als auch Rückzug und individuelle Förderung unterstützt.

Neben Gruppen- und Betreuungsräumen umfasst das Gebäude zusätzliche Förderbereiche, Personal- und Büroräume, Sanitärbereiche sowie eine große Mensa mit angegliederter Küche. Das Gebäude ist vollständig barrierefrei konzipiert. Der direkte Zugang zum neu gestalteten Freigelände schafft kurze Wege zwischen
Innen- und Außenraum.

Auch konstruktiv folgt der Neubau einem nachhaltigen Ansatz. Während Gründung, Erdgeschoss und Treppenhaus in Massivbauweise ausgeführt wurden, entstand das Obergeschoss als Holzbau in Brettsperrholzbauweise. Die sichtbaren Holzoberflächen prägen die Atmosphäre im Inneren und schaffen eine warme, freundliche Lernumgebung. Ergänzt wird das Konzept durch eine hinterlüftete
Holzfassade, extensive Dachbegrünung, Photovoltaik sowie einen energieeffizienten Gebäudestandard.

Besonderes Augenmerk galt der langfristigen Vielseitigkeit des Gebäudes. Das Erdgeschoss bietet Raum für größere schulische Veranstaltungen und kann im Bedarfsfall als zentrale Anlaufstelle im Katastrophenschutz dienen.

Moderne Außenwand aus Holz mit vertikalen Lamellen und gemustertem Steinpflaster im Sonnenlicht.

Holz gibt den Ton an:
Die vorgehängte Holzfassade prägt das Erscheinungsbild der FGTS und macht die nachhaltige Bauweise bereits von außen sichtbar. Dahinter steht ein ganzheitlich geplanter Neubau, der Alltagstauglichkeit, Barrierefreiheit, Brandschutz, Akustik und Energieeffizienz zusammenführt.

Leerer, moderner Arbeitsbereich mit langem Holzschreibtisch, Stühlen, großem Fenster und Blick auf den Wald.

Schön hell:
Großzügige Fensterflächen bringen viel Tageslicht in die Betreuungsbereiche und schaffen einen direkten Bezug zur Umgebung. Entlang der Fenster entstehen zusätzliche Arbeits- und Aufenthaltsplätze.

Drei hausförmige Fächer – zwei mit blauem und eines mit schwarzem Innenraum – sowie grünen Polstern darunter.

Geschickt gelöst:
Maßgeschneiderte Einbauten unterstützen die flexible Nutzung der Räume. Stauraum, Sitzgelegenheiten und kleine Rückzugsorte sind direkt in das Raumkonzept integriert und fördern selbstständiges Lernen und Spielen.

Minimalistischer Fitnessraum mit Sprossenwänden aus Holz, Bänken, blauen Matten und einem großen Fenster, durch das Bäume zu sehen sind.

Bewegung erwünscht:
Neben Lern- und Betreuungsbereichen bietet die FGTS eigene Flächen für Aktivität und Bewegung. Die unterschiedlichen Raumangebote unterstützen einen abwechslungsreichen Ganztag und schaffen Platz für Spiel, Förderung und Gemeinschaft.